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Sind Sie der, für den Sie sich halten?

Bildzoom Eine Betrachtung mit Musik

Jeder weiß meist ganz genau, für wen er sich hält. Doch es wäre wichtig zu wissen, wer wir hinter der meist positiv arrangierten Alltagsfassade tatsächlich sind. wie außerordentlich interessant es sein kann, sich selbst kennenzulernen, erfährt der Leser dieses Buches.


66 Seiten, gebunden
mit CD

ISBN: 978-3-89201-120-0

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Leseprobe: Sind Sie der, für den Sie sich halten
 

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LESEPROBE

Wer die heutige Weltlage genau beobachtet, der wird mir zweifellos zustimmen: Die meisten Menschen wissen offensichtlich nicht, wer sie sind. Sie nennen ihre Titel, ihre Vor- und Zunamen, ihre Kompetenzbereiche und Amtsbezeichnungen, sprechen starke Worte, zeigen sich unter Umständen jovial und fürsorglich, und niemand weiß, ob sie in Wirklichkeit das sind, was sie vorgeben – oder ob ihre Titel und ihre Namensbezeichnungen im Laufe ihres Erdenlebens nicht zum verdeckten Steckbrief geworden sind, denn Titel, Vor- und Zuname und weiteres wohlklingendes Beiwerk können vieles zudecken, wie z.B. Neid, Haß, Skrupellosigkeit, geschickte Ausbeutung anderer, Korruption und vieles mehr.

Es verhält sich im Kleinen wie im Großen: Wer sich selbst für das Nonplusultra hält, der meint, ihm stehe das größte Stück des Kuchens zu – der andere, der Mitmensch, "der da unten", müsse sich eben mit den Krumen begnügen. Ein solcher Mensch hinterfragt sich selten, vielleicht nicht einmal dann, wenn seiner Saat die Ernte folgt und die Wahrheit ans Licht kommt. Dann heißt es – im Großen wie auch im Kleinen, in unserem Alltagsleben – oft, daran sei "der andere schuld". Die Selbstgerechtigkeit, das starre Namens-Erscheinungs-Bild des von sich, von seiner Selbsteinschätzung Überzeugten, läßt keine andere Reaktion zu.

Das Gesicht, das wir nach außen hin zeigen, das mit unserem Namen identifiziert wird, ist oft nicht unser wahres Gesicht. Wissen wir selbst, wer wir wirklich sind? ... Liebe Leser, liebe Brüder, liebe Schwestern, das irdische Dasein könnte für so manchen sehr interessant werden, dann, wenn er seine Gedanken, Worte und Handlungen in Frage stellt, wenn er sich fragt, ob z.B. seine Worte mit seinen Gedanken übereinstimmen oder seine Handlungen mit seinen Gedanken, Worten und Gefühlen.

Wer sich selbst erforschen möchte, um zu erkennen, wer sich hinter seiner Namensbezeichnung tatsächlich tummelt, der müßte sich also als erstes in den Augenblicken, in den Situationen des Alltags hinterfragen, was und wer sich hinter seinen Gefühlen, Gedanken, Worten und Handlungen verbirgt. Ein weiterer Schritt wäre dann, das Erkannte zu analysieren, um zur Wurzel des eventuellen Übels zu finden, in der Frage, warum er zwiespältig ist und was der Zwiespältigkeit zugrunde liegt, was er damit bezwecken möchte. Denn das, was auf dem Grund der menschlichen Verhaltensweisen liegt, das ist der Mensch tatsächlich, und nicht das, was er vorgibt.

In vielen Fällen stimmt die Namensbezeichnung nicht mit dem überein, was damit verbunden wird. In der Selbstanalyse kann ein ganz anderer Mensch zutage treten, der z.B. seinem Titel, Namen, seiner Position, seinem Beruf nicht mehr entspricht. Wer sich also selbst nicht erforscht, der wird sich auch nicht als das erkennen, was er wirklich ist. ...

So mancher könnte nun einwenden: "Es mag ja sein, daß mein Leben – wie das der meisten Menschen – eine gewisse Doppelbödigkeit aufweist. Aber warum sollte ich mir die Mühe machen, mich selbst zu erkennen? Wozu sollte ich mehr über mich wissen wollen, als ich weiß? Ich fühle mich in meiner Haut wohl und bin mit meinem Leben ganz zufrieden. So kann es meinetwegen weitergehen bis an mein Lebensende."

Viele denken so, weil sie um den Sinn und Zweck ihres Erdenlebens nicht wissen. Doch zum ersten kann sich für einen jeden die Lebenssituation schon morgen ändern, dann, wenn nach dem Gesetz von Saat und Ernte das auf ihn zukommt, was er am Ungutem gesät und nicht bereinigt hat. Zum anderen ist unser Leben nun mal mit dem Leibestod nicht zu Ende. Das Leben setzt sich "drüben" fort – allerdings ohne die Masken, hinter denen wir hier auf Erden unser wahres Gesicht, unsere unguten Charakterzüge, verbargen.

Wir, die Seele, lassen die materielle Hülle, unseren grobstofflichen Leib, auf der Erde zurück, ebenso all das, was uns bisher als Mensch so wichtig war, wie z.B. unsere Titel, unsere Namensbezeichnung, unser Hab und Gut. Doch unsere wahren Wesenszüge, die sich aus den Inhalten unseres Fühlens, Empfindens, Denkens, Redens und Handelns ergeben, unsere als Mensch verborgen gehaltene wirkliche Identität, unsere Belastungen also, nehmen wir mit. Sie bilden die Gravur unserer Seele. Diese allein bestimmt dann unser Leben im Jenseits.

Dort können wir nichts mehr verbergen; alles ist offenbar. Als Seele müssen wir dann schmerzhaft das erleiden, was wir anderen mit unserer Hinterhältigkeit angetan haben, alles, was wir bei unseren Mitmenschen verursacht haben. Die Ausrede "der andere ist schuld" nützt uns dann nichts mehr. Wir allein sind verantwortlich für das, was wir aussenden in den fünf Komponenten, das heißt in unseren Gefühlen, Empfindungen, Gedanken, Worten und Taten. Und was wir gesendet, gleich ausgesät haben, das ernten wir auch wieder.

Unsere Saat, unser gegensätzliches Verhalten, geht als Gravur sowohl in unsere Seele ein als auch als Speicherung in die Speichersterne der Reinigungsebenen. Bei bestimmten Planetenkonstellationen strahlen unsere Eingaben auf uns ein. Sind wir dann als Mensch auf der Erde, so trifft uns nun selbst das, was wir verursacht haben. Die Wirkung zeigt sich dann in Form von Not, Sorge, Leid und Leiden, Krankheit und anderen Schicksalen mehr. Wir sind also selbst der Schmied unseres Schicksals.

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